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Bewegungen der Kunst

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FIGURATION NARRATIVE

1965-1975

In den sechziger Jahren macht eine "Neue Figuration" (siehe Hans Platscheck) in einer internationalen, angespannten Lage von sich reden. Der Algerienkrieg, die Ereignisse des kalten krieges, der Vietnamkrieg geben Anlass zu schockierenden Bildern in der Presse. Die Bilder in der Werbung einer Konsumgesellschaft vermehren sich in einem beängstigenden Tempo. Kontrastierend zu dem Rausch und dem frenetischen Agierens der künstlerischen Tätigkeit um das Medium "Bild" (Kino, Video-kunst, Comics, Pop art und Neorealismus) entscheiden sich diese Maler, auch durch Malerei sich auszudrücken. Obwohl die erzählerische Figuration (Figuration narrative) sich nie als Bewegung geoutet hatte, ist das entscheidende Moment ihrer öffentlichen Erscheinung, die im Juli 1964 im Musée d'Art Moderne der Stadt Paris gezeigte Ausstellung "Mythologies quotidiennes" gewesen. Dieses "Event" wurde von dem Kunstkritiker Gérald Gassiot-Talabot und den Malern Bernard Rancillac und Hervé Telemaque organisiert und zwar als Reaktion auf dem Triumphzug der Pop Art und der amerikanischen Malerei, die die nationalen und internationalen Kunstszenen überfluten. 34 Künstler nehmen daran teil, wobei jeder aus unterschiedlichen ästhetischen und geographischen Backgrounds kommen. Wenn sie wie ihre amerikanischen Kollegen, die gegenwärtige Gesellschaft und deren Bilder im Zentrum ihrer Tätigkeit stellen, so unterscheiden sie sich jedoch von ihnen in der Ablehnung eines gewissen "L'art pour l'art". Gleichgültig gegenüber der lyrischen und gestuellen Abstraktion der Amerikaner und feindselig gegenüber die Abstraktion der Ecole de Paris gestimmt, lehnen sie die Kälte der Popbewegung ab und um mit Gérard Gassiot-Talabot zu sprechen "dem statischen Spott der amerikanischen Pop Art, setzen Sie, alle, die wertvolle Wandelbarkeit des Lebens entgegen". Die Künstler arbeiten sehr grossformatig, auf einfachen, nicht vorpräparierten Leinwänden; das Zurückgreifen auf die Acrylfarbe verallgemeinert sich. Die Gleichförmigkeit des Dargestellten ähnelt einer gleichförmigen Fläche. Mitter der siebziger Jahre folgt jer Künstler seinen eigenen Weg und entfernt sich von der Gruppe.

Künstler außer Galerie : Gilles Aillaud, Sergio Birga, Leonardo Cremonini, Gerard Guyomard, Öyvind Fahlström, Ivan Messac, Antonio Recalcati, Peter Saul, usw.

Künstler in der Galerie : , , , , , , , , , , , , , , , , .

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Die Bewegungen der Kunst im XX. Jahrhundert

Chronologie

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