Gauguin Paul Biographievermerke, Paul Gauguin, Graphikgalerie Champetier
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Paul Gauguin

"Es gibt in der Malerei mehr zu suggerieren, als zu beschreiben."

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Biographievermerke

Paul Gauguin wurde 1848 in Paris geboren. Die Familie seiner Mutter und das abenteuerliche Leben seines Vaters prädestinieren ihn zum Exotismus. 1849 will seine Familie nach Lima (Peru) auswandern, doch sein Vater stirbt an Herzversagen während der Überfahrt. Er verbringt eine traumhafte Kindheit bei seinem Großonkel in Lima, danach kommt er Anfang 1855 mit seiner Mutter nach Frankreich zurück und wir in Orléans in der Familie seines Vaters aufgenommen. 1863 kommt er zu seiner Mutter nach Paris, um sich mit einer speziellen Schulausbildung auf die Aufnahmeprüfung für die französische Marineakademie vorzubereiten. Da der Gesundheitszustand seiner Mutter sich verschlechtert, wird sein Onkel zu seinem Vormund ernannt. Mit siebzehn Jahren tritt er als Offizieranwärter in den Dienst der französischen Handelsmarine. Wie Manet, der sich 1948 als Matrose in Le Havre eingeschifft hatte, sieht auch Gauguin die französische Küste allmählich in der Ferne verschwinden. Als Zweitoffizier ist er von 1865 bis 1871 ununterbrochen auf hoher See. Während des deutsch-französischen Kriegs wird er als Seemann dienstverpflichtet. Seine Mutter war 1867 gestorben. Gauguin ist 23 Jahre alt, als er von Gustave Arosa, seinem Vormund, als Angestellter bei einem Börsenmakler untergebracht wird. Arosa, seines Zeichens Fotograph, ist ein aufgeschlossener Liebhaber der modernen Kunst. Durch seine Vermittlung lernt Gauguin die Impressionisten kennen, die zum ersten Mal bei Nadar, dem berühmten Fotographen ausstellen; Danke seiner Gewinne an der Börse, kauft er Werke von Jongkind, Cezanne, Pissaro und Guillaumin. 1873 heiratet er Mette Gad, eine junge Dänin aus einer wohlhabenden Familie; Sie bekommen fünf Kinder. 1874 beginnt Gauguin als Autodidakt zu malen. Schuffenecker, der auch bei der Börsenagentur arbeitet, nimmt ihn zur „Akademie Colarossi“ mit. Von 1879 an, arbeitet ihn Pissaro in die impressionistische Maltechnik ein und macht ihn mit den Vertretern seiner Gruppe bekannt. 1882 entschließt sich Gauguin, sich ausschließlich der Malerei zu widmen In seinen Augen ist es ein neues Abenteuer, das nur mit einem Triumph enden kann. In Wirklichkeit bringt diese Entscheidung ihn und seine Familie sehr schnell in eine äußerst schwierige finanzielle Lage, daran zerbricht seine Ehe. Gauguin, der eine Zeit lang in Rouen, dann in Kopenhagen gelebt hat, kommt nach Paris zurück, will dort jedoch nicht bleiben. Die für rückständig, gar primitiv betrachtete Bretagne zieht ihn an, dort malt er und arbeitet sich in die Keramiktechnik ein. Von exotischen Landschaften angesprochen, schifft er sich nach Panama und dann in die Martinique ein. Dort erkrankt er an Malaria, ist jedoch von den exotischen Landschaften fasziniert. Gauguin kehrt nach Frankreich zurück, arbeitet mit Emile Bernard zusammen, formuliert die Konzepte „Cloisonnnismus“ und „Synthetismus“. Im Jahre 1888 erteilt er dem jungen Maler Sérusier die denkwürdige Lektion, die, unter seiner Anleitung, zum Entstehen des kleinen Bildes „Talisman“ führt; Dieses wird für die Entwicklung der Nabisbewegung grundlegend. Gauguin fährt nach Arles, wo er sich zwei Monate lang bei Van Gogh aufhält, es wurde eine sehr konfliktreiche, gar dramatische Zeit für die beiden Künstler. Nach seiner Rückkehr nach Paris widmet er sich neben der Malerei der Zinkgraphie, macht Keramiken und freundet sich mit Daniel de Montfreid an, der ihm des öfteren zur Seite stehen wird. Er macht Reisen innerhalb Frankreichs und pflegt den Umgang mit Schriftstellern des Symbolismus’ (Mallarmé). Im Jahre 1891 fährt er nach Tahiti (Papeete) und bleibt dort zwei Jahre lang; Er kehrt erst 1893 nach Frankreich zurück. Er malt, schnitzt Holzskulpturen und macht sich mit neuen Themen vertraut. Er arbeitet sich in die Holzschnitttechnik ein und fertigt Texte und Illustrationen für Noa Noa an. Die 1894, bei einem Streit mit Matrosen in Concarneau erlittene Beinverletzung, heilt sehr langsam und trägt zur allmählichen Verschlechterung seiner Gesundheit bei. Im folgenden Jahr fährt Gauguin wieder nach Tahiti, um nie mehr nach Frankreich zurückzukehren. Auf Grund seiner zerrütteten Gesundheit, muss er sich häufig im Krankenhaus von Papeete behandeln lassen. Er macht seine großes Bild „D’ ou venons-nous? Que sommes-nous? Ou allons-nous ?“. 1898 versucht er sich das Leben zu nehmen, umsonst. Im September 1901 fährt er nach Hiva Oa, auf der entfernten Inselgruppe der Marquesas. Weit entfernt von allem baut er sein Heim „Das Haus des Genuss’“. Auf der Insel gerät Gauguin in Konflikt mit den Verwaltungs- und religiösen Instanzen. Er setzt sich für die ausgebeuteten Marquesasbewohner ein und rät ihnen dazu, ihre Steuer nicht zu bezahlen; Die Justiz verurteilt ihn zu mehreren Monaten Gefängnis, die ihm der Tod erspart. Am 8. Mai 1903 wird er tot aufgefunden. Sein Hab und Gut, sowie seine Bilder, werden in Auktionen verkauft; Die meisten seiner Zeichnungen und Skulpturen landen im Müll.

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Die Kunst und die Künstler stellen sich zur Schau : Manifeste, Galerien, Museen, Einzel oder Gruppenausstellungen. An den Wänden, in den Schaufestern, brav oder rebellisch, die Plakate warnen, argumentieren, zeigen. Einige wurden von den Künstlern selbst für bestimmte "events" kreiert, andere, schmucklos zeigen nur Buchstaben. Einige wurden als Lithographien gedruckt, die meisten sind einfache Offsetreproduktionen Es gibt viele Liebhaber, die gern diese rechteckigen Kunstdarbietungen, auf glänzendem oder mattem Papier, sammeln, ob monochrom oder vielfarbig, wortreich oder fast stumm. So werden weiter unten die Plakate (in französisch oder in einer Fremdsprache), die wir ihnen vorstellen, zusammengetragen ; sie dienen der Würdigung der auf unserer Website (327) zu sehenden Künstlern. Unter ihnen gibt es welche, denen ein Plakat noch fehlt; hier werden sie durch einen Ausstellungskatalog oder eine Zeitschrift ersetzt. Wir freuen uns auch mit dieser Rubrik, mythische Galerien wie Denise René, Louis Carré, Claude Bernard, Bernheim Jeune, Maeght, Pierre Loeb und viele andere unsere Reverenz zu erweisen.

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Werkverzeichnissen

Werkverzeichnissen
*« L’oeuvre gravé de Gauguin », Marcel Guerin, Ed. Floury, Paris, 1927 et Ed. Alan Wosfy Fine Arts, San Francisco, 1980 (Reprint) *« Gauguin, Catalogue I », Georges Wildenstein, Ed. Beaux-Arts, Paris, 1964 *« Gauguin’s ceramics », M. Bodelsen, Ed. Faber and Faber, Londres, 1964 *« Monotypes », Richard S. Field, Ed. Philadelphia Museum of Art, 1973 *« Tout l’oeuvre peint de Gauguin », G. M. Sugana, Ed. Flammarion, Paris, 1981 Werkverzeichnissen

Bibliografische Spuren

Lektüre über den Künstler :
  • « Ce malgré moi de sauvage », F. Cachin, Coll. Découvertes, Ed. Gallimard, 1989
  • « Gauguin et les Nabis », Arthur Ellridge, Ed. Terrail, 2001
  • « Le sauvage imaginaire », S. Guégan, Coll. L’aventure de l’art, Ed. Chêne, 2003
  • « Hommage à Gauguin, l’insurgé des Marquises » Segalen, Ed. Magellan, Paris 2003
  • « Gauguin », Françoise Cachin, Ed. Flammarion, Paris, 2003
  • « Gauguin et l'école de Pont-Aven », André Cariou, Ed. Hazan, Paris, 2015
  • « G. aux Marquises : L'homme qui rêvait d'une île », L. D. Agniel, Ed. Tallandier, 2016
  • « Gauguin : L'alchimiste », coll., Ed. RMN, Paris, 2017
  • « Gauguin », Françoise Cachin, coll. Monographies, Ed. Flammarion, Paris, 2017
  • « Gauguin », David Haziot, coll. Biographies Historiques, Ed. Fayard, Paris, 2017
Lektüre von dem Künstler :
  • « Correspondance, 1873-1888 » Tome I, Fond. S.-Polignac, Ed. Victor Merlhès 1984
  • « Cahier pour Aline (1892) », facsimilé, Ed. du Sonneur, 2009
Website :
www.artcyclopedia.com/artists/gauguin_pa

Mehr . . . :


Kunstbewegung

+ NABIS BEWEGUNG / 1888-1910 / Paul Sérusier, Paul Ranson, Henri Gabriel Ibels, Maurice Denis, usw.
Alle Kunstrichtungen

Sehen und entdecken

Weiter schien es mir für Sie nützlich, dass ich Ihnen, nebst den Werken, die wir zur Zeit im Angebot haben, noch ein paar weitere Arbeiten von der Künstler. zeige und vorstelle, die heute zwar verkauft sind, unlängst aber zu unserem Inventar gehört haben. Diese Seite erlaubt es vielleicht dem einen oder anderen das Werk zu einem Titel, oder aber den Titel zu einem Werk gefunden zu haben. Vielleicht konnte er aber einfach nur Zusätzliches im Werk von der Künstler, entdecken.

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