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Otto Wols

"Ich sehe darin keinen Unterschied, ob man Gott durch einen Kreis oder durch eine gerade Linie darstellt."

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Biographievermerke

Alfred Wolgang Schulze, der sich später Otto Wols nennt, wurde 1913 in Berlin geboren. 1931 arbeitet er sich bei Genja Jonas in Dresden in die Fotografie ein. 1932 studiert er Ethnologie in Frankfurt und schreibt sich am Bauhaus in Berlin ein, wo er sich mit Gropius, Mies Van der Rohe und Moholy-Nagy anfreundet; Letzterer empfiehlt ihn Léger und Ozenfant. 1933 kommt er nach Paris, wo er sich als Fotograph über Wasser hält. Er schließt sich den Surrealisten an und freundet sich mit Miró, Ernst, Tanguy, Brauner, Tzara und Calder an. Aus diesen freundschaftlichen Beziehungen entsteht ein kleinformatiges Werk von Aquarellen und Tuschezeichnungen. Da er sich 1935 dem deutschen Militärdienst entziehen will, muss er drei Monate im Gefängnis in Barcelona verbringen, wo er sich abgesetzt hatte. Seine erste Einzelausstellung findet 1936 statt. 1937 nimmt er das Pseudonym Wols an, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Im folgenden Jahr beschließt Wols aus seinem Leben ein absolutes Kunstwerk zu schaffen; Er will Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Leben eng verbinden. Er schließt Freundschaft mit Sartre, Jean Paulhan und Merleau-Ponty. Während des Krieges kommt er als deutscher Emigrant von September 1939 bis Weihnachten 1940 in mehrere Internierungslager. Danach ist er ein Schatten seiner selbst, verfällt in eine tiefe Depression, von der er sich nie erholen wird. Danach widmet er sein Leben ganz der Malerei und gibt dem Schriftsteller Kay Boyle etwa hundert Aquarelle zu treuen Händen, damit sie in den Vereinigten Staaten gezeigt werden. 1942 findet tatsächlich eine Ausstellung in New York statt. Im selben Jahr flüchtet er vor den Deutschen nach Dieulefit (Südfrankreich), wo er trotz der Unterstützung von Henri-Pierre Roché immer mehr dem Alkohol verfällt. Seine Aquarelle bekommen einen brutalen Zug; Oft entstehen sie im Rauschzustand (Automatismus); Otto Wols erfindet dafür das Wort „Tachismus“, als europäisches Pendant zu Jackson Pollocks amerikanischen „Action Painting“. 1946 malt er „40 Momente der Kreuzigung des Menschen“. An der Schnittstelle von Expressionismus und Surrealismus ist Wols ein Künstler der gleichzeitig visionären, gar halluzinatorisch-surrealen Gebilde. Er starb 1951 in Paris.

Siehe alle Plakate

Die Kunst und die Künstler stellen sich zur Schau : Manifeste, Galerien, Museen, Einzel oder Gruppenausstellungen. An den Wänden, in den Schaufestern, brav oder rebellisch, die Plakate warnen, argumentieren, zeigen. Einige wurden von den Künstlern selbst für bestimmte "events" kreiert, andere, schmucklos zeigen nur Buchstaben. Einige wurden als Lithographien gedruckt, die meisten sind einfache Offsetreproduktionen Es gibt viele Liebhaber, die gern diese rechteckigen Kunstdarbietungen, auf glänzendem oder mattem Papier, sammeln, ob monochrom oder vielfarbig, wortreich oder fast stumm. So werden weiter unten die Plakate (in französisch oder in einer Fremdsprache), die wir ihnen vorstellen, zusammengetragen ; sie dienen der Würdigung der auf unserer Website (327) zu sehenden Künstlern. Unter ihnen gibt es welche, denen ein Plakat noch fehlt; hier werden sie durch einen Ausstellungskatalog oder eine Zeitschrift ersetzt. Wir freuen uns auch mit dieser Rubrik, mythische Galerien wie Denise René, Louis Carré, Claude Bernard, Bernheim Jeune, Maeght, Pierre Loeb und viele andere unsere Reverenz zu erweisen.

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Werkverzeichnissen

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Bibliografische Spuren

Lektüre über den Künstler :
  •  L'Art informel », Jean Paulhan, Ed. Gallimard, 1962
  • « En personne… », Jean-Paul Sartre & autres, Ed. Robert Delpire, 1963
  • « Wols », cat. d'expo., Ed. Kestner-Gesellschaft, Hanovre, 1978
  • « Wols, sa vie . . . », E. Rathke, Goethe Institut, Paris, 1986
  • « Photographs, watercolours, etchings », Inst. Für Auslandsbeziehungen, 1988
  • « Wols », cat. d'exposition, Fondation Joan Miro, Barcelone, 1988
  • « Wols », cat. d'exposition, Galerie Karsten Grave, Paris, 1998
  • « Wols », J-J., Lévêque, Ed. Ides et Calendes, 2002
  • « Wols, le tachiste transfiguré », Marc Alyn, Ed. Bartillat, 2007
  • « Otto Wols (1913-1951», cat. Paris Drouot Richelieu, 2011
Lektüre von dem Künstler :
  • « Wols, aquarelle, aphorismen », Werner Haffmann Ed., Cologne, 1963
  • « Wols, Aphorismes », Hans-Joachim Petersen, Ed. Flammarion, 2010
Website :
www.artcyclopedia.com/artists/wols.html

Mehr . . . :


Kunstbewegung

+ PARISERE SCHULE / 1945-1960 / Sehr zahlreiche Künstler haben zur Schule von Paris gehört.
+ LYRISCHE KUNST, INFORMELLE KUNST, TACHISMUS / 1950-1960 / Jackson Pollock, Emil Schumacher, usw.
+ PLASTISCHE PHOTOGRAPHIE / 1918-1939 / Robert Tatlin, Alexandre Rodchenko, usw.
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