Deyrolle Jean Jean Deyrolle, Biographievermerke, Kunstgalerie Champetier, Graphiken
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Jean Deyrolle

"In der Malerei gibt es ein Band und ein Ort."

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Biographievermerke

Jean Deyrolle wurde 1911 in Nogent-sur-Marne, in der Nähe von Paris, wo seine Vater, ein militärischer Arzt, tätig war, geboren. Seine Famille stammt aus der Bretagne und sie lässt sich in Vannes nieder, als das Kind erst wenige Monate alt ist. Später wohnt die Familie in Quimper und nach dem Tod des Vaters, als Jean Deyrolle 13 Jahre alt ist, übersiedeln sie nach Concarneau. Sein Großvater ist Kunstmaler. Ab 1929 besucht er drei Jahre lang die Kunstschule “Art et Publicité“ („Kunst und Werbung“). Er bildet sich in der graphischen Kunst aus und erstellt seine Lithographien und Linolschnitte. Nach bestandenem Diplom lässt er Werbung und Paris hinter sich und kehrt nach Concarneau zurück. Er beginnt zu malen und durchreist die Bretagne in alle Himmelsrichtungen und macht Stilleben- und Landschaftsstudien. Als Stipendiat macht sich Deyrolle nach Marokko auf, wo es ihm gelingt, mit Hilfe einiger Ausstellungen, einige Jahre zu überleben. Er trifft dort seine Kusine und Schulkameradin Jeannine Guillou wieder und lernt ihren Lebensgefährten, Nicolas de Stael, kennen. Er bereist mit ihnen das Land und malt „Sur le motif“ (Vor Ort). Jean Deyrolle kehrt 1938 nach Frankreich (Concarneau) zurück, wo ihm das Atelier seines Großvaters zur Verfügung steht. Von nun an ist die Malerei zu seinem Lebensinhalt geworden. Der Künstler entdeckt das Werk von Paul Sérusier. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst begibt er sich oft nach Chateauneuf–du-Faou zu Frau Sérusier, um die Gemälde und Schriften des Theoretikers der „Ècole de Pont–Aven“ zu studieren. Im Jahre 1942 lässt sich Jean Deyrolle in einem Pariser Atelier nieder, das er sein gesamtes Leben lang behalten wird (Rue Daguerre). Er wird vorübergehend die Einflüsse von Braque und von Roger de la Fresnaye erfahren. Er sieht des öfteren Jeannine und Nicolas de Stael. Er macht bei ihnen die Bekanntschaft von André Lanskoy. Deyrolle führt seine Recherchen verbissen fort. Die Begegnung mit César Domela wird ihm dabei helfen, sich nach und nach von der Figuration zu lösen. Im Jahre 1944 schlägt der Künstler den Weg der Abstraktion ein. Er freundet sich mit Alberto Magnelli an, der einen großen geistigen Einfluss auf ihn haben wird. Er lernt Jeanne Bucher kennen, die ihm seine ersten nicht-figurativen Bilder abkauft. Er nimmt 1945 am „Salon des Surindépendants“ teil, und wirkt an der Ausstellung „Zwanzig Jahre Malerei“ bei Jeanne Bucher mit. Im darauffolgenden Jahr ist Deyrolle Mitglied der Gruppe der abstrakten Maler der „zweiten Generation“, die sich um Denise René bildet (zusammen mit Dewasne, Marie Raymond, Schneider und Hartung). Bald darauf schließen sich ihnen Gilioli, Poliakoff und Vasarely an. Deyrolle richtet sich ein Atelier auf dem Speicher eines Hauses, das fast einer Ruine gleicht, in Gordes (Südfrankreich) ein. Er verbringt dort von nun an viel Zeit, oftmals von seinen Freunden besucht. Die erste Einzelausstellung von Jean Deyrolle findet 1948 in der Galerie Denise René in Paris statt. Sie wird die erste einer sehr langen Reihe von Einzelausstelllungen in Frankreich und im Ausland sein. Deyrolle unterrichtet ein Jahr lang an der „Akademie Fernand Léger“ (1953). Zu dieser Zeit gewinnt sein Malduktus, der die Synthese seiner bisherigen Kunst internalisiert hat, an Freiheit. Die erste Retrospektive des Künstlers findet 1956 im „Palais des Beaux-Arts“ in Brüssel statt. Jean Deyrolle war Professor an der Akademie der Bildenden Künste München (1959 - 1967). Ohne Unterlass stellt er aus, malt, arbeitet auf Papier, erhält Auszeichnungen, reist und lässt sich 1963 endgültig in Gordes nieder. Er ist schwer krank und sein Gesundheitszustand verschlechtert sich im Verlauf des Jahres 1967. Im gleichen Jahr stirbt er im Krankenhaus von Toulon.

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Die Kunst und die Künstler stellen sich zur Schau : Manifeste, Galerien, Museen, Einzel oder Gruppenausstellungen. An den Wänden, in den Schaufestern, brav oder rebellisch, die Plakate warnen, argumentieren, zeigen. Einige wurden von den Künstlern selbst für bestimmte "events" kreiert, andere, schmucklos zeigen nur Buchstaben. Einige wurden als Lithographien gedruckt, die meisten sind einfache Offsetreproduktionen Es gibt viele Liebhaber, die gern diese rechteckigen Kunstdarbietungen, auf glänzendem oder mattem Papier, sammeln, ob monochrom oder vielfarbig, wortreich oder fast stumm. So werden weiter unten die Plakate (in französisch oder in einer Fremdsprache), die wir ihnen vorstellen, zusammengetragen ; sie dienen der Würdigung der auf unserer Website (327) zu sehenden Künstlern. Unter ihnen gibt es welche, denen ein Plakat noch fehlt; hier werden sie durch einen Ausstellungskatalog oder eine Zeitschrift ersetzt. Wir freuen uns auch mit dieser Rubrik, mythische Galerien wie Denise René, Louis Carré, Claude Bernard, Bernheim Jeune, Maeght, Pierre Loeb und viele andere unsere Reverenz zu erweisen.

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Werkverzeichnissen

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Bibliografische Spuren

Lektüre über den Künstler :
  • « Jean Deyrolle », in revue Cimaise n°7-8, juin-juillet-août 1956
  • « Jean Deyrolle », catalogue d'exposition, Ed. Galerie Denise René, Paris, 1966
  • « Deyrolle », L. Degand et G. Richar, Ed. Le Musée de Poche », Paris, 1974
  • « Une expérience spirituelle », J. Pfeiffer, Cahiers de la Peinture, déc. 1975
  • « Le long rêve de Jean Deyrolle », R. Bordier, in Cimaise, juillet 1976
  • « J. D., une peinture bien tempérée », J.-P. Geay, Ed. Les Amis de J. D., Sénanque, 1977
  • « Jean Deyrolle », coll., cat., Ed. Musée des Beaux-Arts de Quimper, 1979
  • « J. D. : Oeuvres sur papier », Georges Richar-Rivier, Ed. Musée des B.-A., Rennes, 1984
  • « Jean Deyrolle en éclats ou . . . », Georges Richar, Ed. Porte du Sud-Galarté, 1987
  • « Jean Deyrolle », coll., cat., Ed. Musée des Jacobins, Morlaix, 1987
Lektüre von dem Künstler :
  • « Entretien avec 17 peintres non-figuratifs », J. Grenier, Calmann-Lévy, 1963
  • « J. D. figuration et abstraction », Assoc. Campredon Art et culture, Gordes, 1991
Website :
deyrolle.ifrance.com/

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Weiter schien es mir für Sie nützlich, dass ich Ihnen, nebst den Werken, die wir zur Zeit im Angebot haben, noch ein paar weitere Arbeiten von der Künstler. zeige und vorstelle, die heute zwar verkauft sind, unlängst aber zu unserem Inventar gehört haben. Diese Seite erlaubt es vielleicht dem einen oder anderen das Werk zu einem Titel, oder aber den Titel zu einem Werk gefunden zu haben. Vielleicht konnte er aber einfach nur Zusätzliches im Werk von der Künstler, entdecken.

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