Braque Georges Georges Braque, Biographievermerke, Kunstgalerie Champetier, Graphiken
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Georges Braque

"Das, was zwischen Apfel und Teller ist, lässt sich auch malen; Es scheint mir genauso schwierig, den Raum dazwischen, als die Sache an sich zu malen."

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Biographievermerke

Georges Braque wurde 1882 in Argenteuil bei Paris geboren. Als er acht Jahre alt war, ließ sich seine Familie in Le Havre (Normandie) nieder. Dort besucht er das Gymnasium und später die Kunstakademie der Stadt. Mit zehn Jahren kommt Braque nach Paris und wird Dekorateurlehrling bei einem Freund seines Vaters. Er wohnt in Montmartre und schreibt sich bei den vom Bürgermeisteramt inizierten Zeichenkursen ein. Nach seinem Militärdienst in le Havre lässt er sich endgültig in Paris nieder und nimmt an den Kursen der „Akademie Humbert“ teil; Dort macht er Bekanntschaft mit Picabia und Marie Laurencin. 1904 mietet er ein Atelier. Seine Freundschaft mit Othon Friesz, auch aus Le Havre stammend, zieht ihn zum Fauvismus hin. 1906 fährt Braque nach Estaque, in der Gegend von Marseille, wo er sich mit Entschlossenheit dem Fauvismus widmet. Er stellt mehrere Bilder im "Salon des Indépendants" in Paris aus; Sie werden verkauft. Durch diesen ersten Erfolg ermutigt, hält er sich wieder in Südfrankreich auf. Im Oktober 1907 unterzeichnet er in Paris den ersten Vertrag mit dem Kunsthändler Kahnweiler. Letzterer stellt ihn Apollinaire vor, der ihn seinerseits mit Picasso in seinem Atelier (Bateau - Lavoir) in Montmartre bekannt macht. "Les Demoiselles d'Avignon", die Picasso gerade vollendet hat, sind für Braque eine wahre Offenbarung. Sein 1907/1908 entstandenes graphischen Werk ist kubistischer Prägung (Maeght Verlag). Nach seiner Rückkehr nach Südfrankreich ändert er seinen Malstil. Nun gliedert er den Raum in dichte, geometrische Strukturen auf und bedient sich dabei einer zurückhaltenden Farbpalette. Die Leinwände, die er im Herbstsalon auszustellen beabsichtigte, werden abgelehnt. 1908 werden selbige Gemälde in einer Einzelausstellung der Galerie Kahnweiler dem Publikum gezeigt. Bei dieser Gelegenheit wird zum ersten Mal das Wort "Cube“ („Kubus", durch den Kritiker Louis Vauxcelles) geprägt. Von da an erleichtert eine sehr tiefe Freundschaft zwischen Braque und Picasso eine enge Zusammenarbeit (1909 bis 1912). Beide sind auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, sie beeinflussen sich gegenseitig. Braque wagt sich an das Stilleben heran, eine Kompositionsart, die von nun an in seinen Werken immer wieder auftaucht. Zu jener Zeit handelt es sich um einen analytischen Kubismus, eine Periode in der Braque sich an die menschliche Figur herantastet. Zum ersten Mal führt der Künstler in seinem Werk Buchstaben und Druckziffern ein, die er auf Pochoirs malt. Auf seiner Leinwand fügt er natürliche Elemente (Sand, Sägemehl, Nägel) bei. Dann verwirklicht er seine ersten Kollagen. Der Kubismus wird synthetisch. Mit Beginn des ersten Weltkrieges wird er zum Militär eingezogen. 1915 wird er schwer verletzt und am Schädel operiert. Er erholt sich langsam und kann erst 1917 wieder mit dem Malen beginnen. Die neuen Arbeiten seines Freundes Picasso sind ihm zu fremd; Ihre Zusammenarbeit findet dadurch ein Ende. Braque geht zu einem weniger aggressiven, jedoch farbigeren Kubismus über, der mehr in der Wirklichkeit des darzustellenden Motivs angesiedelt ist. Er macht Serien: Junge, griechische Mädchen, die in der Antike Obstkörbe bei Feiern tragen, Kamine (1922 bis 1927), Badende, Strände, Klippen (1930) und illustriert von Vollard in Auftrag gegebene Bücher. Dieser Sektor der Illustration gewinnt ebenfalls an Bedeutung beim Künstler, der sein Leben lang Texte von Apollinaire, Artaud, Eluard, Hésiode, Iliazd, Jouhandeau, Paulhan, Ponge, Reverdy, Saint-John Perse („L' ordre des Oiseaux", Au vent d'Arles Verlag, 1962) und von zahlreichen Schriftstellern, Denkern und Dichtern illustriert. Die darauffolgenden Jahre erweisen sich als besonders produktiv; Seine Weiterentwicklung wird von einer Folge von ornamentalen, dichten Stilleben begleitet. Nach dem zweiten Weltkrieg zwingt ihn eine schwere Krankheit dazu, eine Zeit lang mit dem Malen aufzuhören. 1944 vollendet er die ersten Gemälde der Serie der Ateliers und betätigt sich bühnenbildnerisch. 1948 schnitzt er zusammen mit anderen Künstlern (Léger, Lipchitz, Chagall, Richier, Rouault, Bazaine, Matisse, Bonnard, usw.) die Tabernakeltür der Kirche zu Assy (Haute - Savoie), die das eucharistische Symbol des Fisches darstellt. Er realisiert mehrere Vorlagen zu vier Wandteppichen zum Thema "Guéridon" (einbeiniges Tischchen). 1952 bekommt er den Auftrag, die Decke des Saales Henri II. im Louvres (schwarz umrandete weiße Farbe auf blauem Grund) zugestalten. 1956 macht er Kirchenfenster für ein Kapelle in Varengeville/Mer (Normandie), wo er ein Haus besitzt. 1958 beendet er die in der unmittelbaren Nachkriegszeit begonnene Serie der Ateliers. Braque starb 1963 und wurde in Varengeville/Mer beerdigt.

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Die Kunst und die Künstler stellen sich zur Schau : Manifeste, Galerien, Museen, Einzel oder Gruppenausstellungen. An den Wänden, in den Schaufestern, brav oder rebellisch, die Plakate warnen, argumentieren, zeigen. Einige wurden von den Künstlern selbst für bestimmte "events" kreiert, andere, schmucklos zeigen nur Buchstaben. Einige wurden als Lithographien gedruckt, die meisten sind einfache Offsetreproduktionen Es gibt viele Liebhaber, die gern diese rechteckigen Kunstdarbietungen, auf glänzendem oder mattem Papier, sammeln, ob monochrom oder vielfarbig, wortreich oder fast stumm. So werden weiter unten die Plakate (in französisch oder in einer Fremdsprache), die wir ihnen vorstellen, zusammengetragen ; sie dienen der Würdigung der auf unserer Website (327) zu sehenden Künstlern. Unter ihnen gibt es welche, denen ein Plakat noch fehlt; hier werden sie durch einen Ausstellungskatalog oder eine Zeitschrift ersetzt. Wir freuen uns auch mit dieser Rubrik, mythische Galerien wie Denise René, Louis Carré, Claude Bernard, Bernheim Jeune, Maeght, Pierre Loeb und viele andere unsere Reverenz zu erweisen.

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Werkverzeichnissen

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Bibliografische Spuren

Lektüre über den Künstler :
  • « Le monologue du peintre », G. Charbonnier, Julliard, 1959
  • « Braque, la peinture et nous », Dora Vallier, Seuil, 1982
  • « Georges Braque, vie et œuvre », B. Zurcher, Nathan, 1988
  • « Braque », Nadine Pouillon et autres, ed. Centre Georges Pompidou, 1992
  • « Braque ou la peinture sacrée », Jean Paulhan, Ed. de L'échoppe, Paris, 1993
  • « Georges Braque, rétrospective », J.-L. Prat & autres, Fondation Maeght, 1994
  • « Georges Braque », J.-L. Prat, cat. Fondation Pierre Gianadda, 1997
  • «  Georges Braque et le paysage », cat. d'expo., Ed. Hazan, Paris, 2006
  • «  Braque - L'espace réinventé », collectif, Ed. Prisma, Paris, 2013
  • « Georges Braque », collectif, cat. d'expo., Grand Palais, Ed. RMN, Paris, 2013
Lektüre von dem Künstler :
  • « Entretiens, notes et écrits sur la peinture », André Verdet, Galilée, 1978
  • « Le jour et la nuit : Cahiers de G. B., 1917-1952 », Ed. Gallimard, réed.1988
Website :
www.artcyclopedia.com/artists/braque

Mehr . . . :


Kunstbewegung

+ FAUVISMUS / 1902-1907 / Charles Camoin, Auguste Chabaud, usw.
+ KUBISMUS / 1907-1925 / Robert Delaunay, Marcel Duchamp, Charles Dufresne, Jacques Lipchitz, Jean Metzinger, usw.
+ ARMORY SHOW / 1913 / Constantin Brancusi, Charles Camoin, Marcel Duchamp, Edward Hopper, Joseph Stella, usw.
Alle Kunstrichtungen

Sehen und entdecken

Weiter schien es mir für Sie nützlich, dass ich Ihnen, nebst den Werken, die wir zur Zeit im Angebot haben, noch ein paar weitere Arbeiten von der Künstler. zeige und vorstelle, die heute zwar verkauft sind, unlängst aber zu unserem Inventar gehört haben. Diese Seite erlaubt es vielleicht dem einen oder anderen das Werk zu einem Titel, oder aber den Titel zu einem Werk gefunden zu haben. Vielleicht konnte er aber einfach nur Zusätzliches im Werk von der Künstler, entdecken.

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