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Roger Platiel

"Meine Arbeit ist nicht abstrakter als die Natur selbst."

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Biographievermerke

In den ersten Tagen des Jahres 1934 wurde Roger Platiel in Paris, in einer Stadt, in der seine deutschen Eltern vor der Nazidiktatur Zuflucht gefunden hatten, geboren. Seine Kindheit und Jugend werden auf Dauer von Nazismus und Krieg geprägt, die ihm, da sie ihn zur Unsicherheit und zum jahrelangen Herumirren zwangen, auf unversöhnliche Weise im Gedächtnis blieben. Platiel verbringt seine Kindheit in Dänemark und in der Schweiz. 1952 beginnt er ein Kunststudium an der Werkakademie in Kassel, wo sich seine Eltern zwei Jahre früher niedergelassen hatten. Die graphische Kunst spricht ihn an und unter der Leitung von Hans Leistikow arbeitet er sich sofort ein. 1956 übersiedelt er nach Paris und besucht das Atelier 17 von Stanley William Hayter, mit dessen Techniken er sich vertraut macht und dessen Schüler er von 1956 bis 1958 ist. Nach seiner Reise nach Amerika (USA-Mexiko) lässt er sich 1960 wieder in Paris (Montparnasse) nieder und arbeitet wieder bei Hayter. Am Anfang seiner Karriere wählt er selbstsicher seine künstlerischen Mittel – „Das ist das Privileg des Reisenden ohne Vergangenheit und Gepäck“, schreibt Claire Bonnafé; Also übernimmt er nicht nur gewisse formale Elemente seines Lehrers, sondern auch solche von Henry Moore, Max Ernst oder Paul Klee, um sie alsbald in eine vollkommen autonome Sprache zu übertragen. Er installiert sein erstes persönliches Atelier in Cachan, in der Nähe von Paris, macht zur gleichen Zeit Reisen nach Frankreich, Deutschland und in die Schweiz. Mitte der sechziger Jahre stellt er mehrere Werke bei den verschiedenen Pariser Biennalen aus. 1965 reist er nach Asien, verbringt ein Jahr in Rom dank eines Stipendiums des Landes Hessen und dann drei Jahre in Afrika (1968-1970). Anfang der siebziger Jahre, nach seiner Rückkehr nach Paris, wirkt er bei sehr vielen Gruppenausstellungen in Frankreich und im Ausland (Deutschland, England, Israel, Malta) mit. Er macht weitere Reisen vor allem nach Italien und nach Griechenland. 1977 erkrankt er an Hautkrebs und muss deswegen eine Ausstellung in Paris verschieben. Er hört jedoch nicht auf und erhöht sogar den Rhythmus seiner Produktion. Im März 1978 macht er seine letzte Radierungspalette „Spur“; Er stirbt drei Monate später. Im September desselben Jahres findet eine, seinen letzten Werken gewidmete posthume Ausstellung statt. 1979 wird eine von der staatlichen Kunstsammlung in Kassel zum ersten Mal stattfindende Retrospektive seines Gesamtwerkes organisiert. Roger Platiel träumte von einer Sprache der Zukunft, in der unsere Geschichte zum Ausdruck kommen könnte, um sie bildhaft zu erleben. Die Kunst der Radierung, die er ausschließlich verwendete, hat ihm dieses Experimentierfeld, in dem er gleichzeitig malerisch arbeitete, geboten, denn wie Claire Bonnafé uns noch sagt: „Die Pracht der Farbe, ein mit äußerster Feinheit, auf die Höhe seiner Intensivität gebrachtes, strahlendes Vibrieren, bilden untrennbar das zentrale Licht seines Suchens.“

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Die Kunst und die Künstler stellen sich zur Schau : Manifeste, Galerien, Museen, Einzel oder Gruppenausstellungen. An den Wänden, in den Schaufestern, brav oder rebellisch, die Plakate warnen, argumentieren, zeigen. Einige wurden von den Künstlern selbst für bestimmte "events" kreiert, andere, schmucklos zeigen nur Buchstaben. Einige wurden als Lithographien gedruckt, die meisten sind einfache Offsetreproduktionen Es gibt viele Liebhaber, die gern diese rechteckigen Kunstdarbietungen, auf glänzendem oder mattem Papier, sammeln, ob monochrom oder vielfarbig, wortreich oder fast stumm. So werden weiter unten die Plakate (in französisch oder in einer Fremdsprache), die wir ihnen vorstellen, zusammengetragen ; sie dienen der Würdigung der auf unserer Website (327) zu sehenden Künstlern. Unter ihnen gibt es welche, denen ein Plakat noch fehlt; hier werden sie durch einen Ausstellungskatalog oder eine Zeitschrift ersetzt. Wir freuen uns auch mit dieser Rubrik, mythische Galerien wie Denise René, Louis Carré, Claude Bernard, Bernheim Jeune, Maeght, Pierre Loeb und viele andere unsere Reverenz zu erweisen.

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Werkverzeichnissen

Werkverzeichnissen
L'oeuvre gravé 1956-1978 », Patrick Bertrand, Les Amis de Roger Platiel, 2015 Werkverzeichnissen

Bibliografische Spuren

Lektüre über den Künstler :
  • « R. P. - Graphik », cat., Kasseler Kunstverein, Kassel, Allemagne, 1961
  • « Villa Massimo », cat., exposition coll., Villa Massimo, Rome, Italie, 1966
  • « Roger Platiel », cat., Ed. Galleria Milano, Rome, Italie, 1967
  • « Cinque artisti dell'atelier 17 », cat., Ed. Calcografia Nazionale, Rome, 1968
  • « Atelier 17 », cat., Ed. Elvehjem Art Center, Madison, Etats-Unis, 1977
  • « Das druckgraphische Werk », Erich Herzog, Cat., S. K. Kassel, 1979
  • « Roger Platiel », Claire Bonnafé, in Nouvelles de L’Estampe n° 49, 1980
  • « R. P. - Gravures », A. Chatham de Boliva, in Art & Métiers du livre n°161, mai-juin 1990
  • « Roger Platiel », in « Hayter et l'Atelier 17 », Ed. Musée de Gravelines, 1993
  • « R. Platiel : 1934-1978 », Cat., Ed. Cultura de la Ciudad de Buenos Aires, 1997
Lektüre von dem Künstler :
  • Keine Arbeit oder Katalog bekannt.
Website :
Keine Website für diesen Künstler bekannt.

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+ ATELIER 17 / 1927-1965 / Anton Prinner, Mauricio Lasansky, Jacques Lipchitz, Mark Rothko, usw.
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Weiter schien es mir für Sie nützlich, dass ich Ihnen, nebst den Werken, die wir zur Zeit im Angebot haben, noch ein paar weitere Arbeiten von der Künstler. zeige und vorstelle, die heute zwar verkauft sind, unlängst aber zu unserem Inventar gehört haben. Diese Seite erlaubt es vielleicht dem einen oder anderen das Werk zu einem Titel, oder aber den Titel zu einem Werk gefunden zu haben. Vielleicht konnte er aber einfach nur Zusätzliches im Werk von der Künstler, entdecken.

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