« Hommage à Paul Delvaux », Cat. d'exposition, Liège, Musée Saint-Georges, 1977
« Delvaux », catalogue d'exposition, Martigny, Fondation Pierre Giannada, 1987
« L'aube sur la ville », J. Meuris, Isy Brachot Editeur, 1990
« P. Delvaux, sa vie », Guy Carels, Fondation P. Delvaux, Sint-Idesbald, 2004
Lektüre von dem Künstler
« De l'animal à l'homme. Rencontre avec Delvaux », G. Lippert, Ed. Blondé, 1997
Sachkatalog(e)
*« Paul Delvaux, l'oeuvre gravé », Mira Jacob, Ed. A. Sauret, Monaco, 1967 *« Das Graphische Werk », Mira Jacob, Ed. A. Sauret, Monaco, 1976 *« Catalogue de l'oeuvre peint », M. Butor et autres, Ed. La Bibliothèque des Arts, Bruxelles, 1975
SURREALISMUS/1924-1969 / Oscar Dominguez, Marcel Duchamp, René Magritte, Yves Tanguy, etc. MAGISCHER REALISMUS/1935-1980 / Pierre Roy, Paul Delvaux, Albert Carel Willink, Grant Wood, etc.
Paul Delvaux wurde in Antheit-lès-Huit in Belgien geboren (1897). Von 1920 bis 1924 studiert er an der Akademie der Schönen Künste in Brüssel (Besuch der Kurse von Constant Montald). Er lernt Impressionismus und Expressionismus kennen, die seine ersten Malschritte begleiten werden. Delvaux zeigt sehr früh Interesse für das Zeichnen und für das Studium der Musik. Er stellt 1924, zusammen mit Künstlern aus der unter dem Einfluss des Impressionismus entstandenen Gruppe „Le Sillon“, aus.
1934, anlässlich der Ausstellung „Minotaurus“ im „Palais des Beaux-Arts“ in Brüssel, die Werke von Magritte, Ernst, Dali oder Giorgio de Chirico zeigt, entdeckt Delvaux den Surrealismus, der für ihn eine Offenbarung darstellt. Paul Delvaux wird in den dreißiger Jahren einer der berühmtesten Künstler dieser Bewegung. In seinen Augen repräsentiert der Surrealismus den Geist der Freiheit. Zu dieser Zeit entwickelt der Künstler eine persönliche, sehr wahrscheinlich autobiographische, Ikonographie, die er sein Leben lang beibehält. Delvaux malt bekleidete Männer neben nackten oder kaum verhüllten jungen Frauen. Er platziert seine Personen, wahrhaftig erstarrte Bildnisse, in Kulissen antiker Ruinen oder architektonischer Gärten. Ein Komplex von „Zeichen“ vervollständigt diese aus dem Traum entstandene Welt: Säulen, Schleifen, Schädel, Skelette, Bäume oder Spiegel. Delvaux fühlt sich zu geheimnisträchtigen Objekten, die er in einer unheimlichen Umgebung platziert, hingezogen.
Diese seltsame, von Paul Delvaux kreierte Umgebung ist poetisch und gleichzeitig erotisch, sie strahlt eine Atmosphäre „magischen Realismus’“ aus, in der das Verlangen als oberstes Gesetz fungiert. Ihm sind ebenfalls religiös inspirierte Kompositionen zu verdanken. 1965 wird Paul Delvaux Präsident und Direktor der Schönen Künste der „Académie Royale“ von Belgien und behält dieses Amt bis 1966 bei. Zu dieser Zeit macht der Künstler seine ersten Lithographien. Die Stiftung Delvaux entsteht im Jahre 1980. Zwei Jahre später eröffnet ein Museum in Saint-Idesbald (nahe der Nordsee), das eine Reihe von für seine Entwicklung charakteristischen Leinwände zeigt .
Paul Delvaux stirbt im Jahre 1944 in Furnes (Belgien), wo er sich 1969 niedergelassen hat.