Chu The-Chun wurde 1920 in der Provinz Jiangsu geboren. Er ist der zweitgeborene Sohn einer wohlhabenden Familie und sein Vater ist ein Sammler der traditionellen chemischen Malerei. 1935 wird Chu The-Chu in die Kunstakademie von Hangzhou aufgenommen. Zuerst interessiert sich der junge Mann für den traditionellen Stil, später entscheidet er sich für die westliche Malerei. 1937 verursacht der sino - japanische Krieg die Auswanderung der Universitäten in den Westen Chinas. 1941 besteht Chu The-Chu seine Abschlussprüfung in Kunst. Er wird sofort zum Assistenzprofessor in seiner eigenen Akademie ernannt und 1942 Professor an der Universität Nankin. Er macht Reisen, entdeckt chinesische Landschaften, die ihn inspirieren (Yangzejiang).
Nach dem zweiten Weltkrieg lässt er sich in Taipeh nieder. 1951 ist er Professor an der staatlichen Universität von Taiwan, dort unterrichtet er westliche Malerei. Er macht eine Reise, die ihn noch andere Länder und Landschaften, vor allem Ägypten entdecken lässt. Danach übersiedelt er 1955 nach Paris, um sich in der Kunst zu vervollkommnen. Er malt Pariser Ansichten, arbeitet an der „Akademie der Grande Chaumière“, wo er anderen Malern begegnet und reist durch Europa. Chu The-Chu ist von Nicolas de Staels Retrospektive begeistert, die für ihn zur wirklichen Entdeckung der Abstraktion führt.
1957 findet in Paris seine erste Einzelausstellung statt. Er t rifft sich mit den Künstlern der „École de Paris“ wie Pierre Soulages, Hartung oder Mathieu. Seine Kunst wird mit ersten Erfolgen bedacht und dank Gruppenausstellungen bei denen er mitwirkt (Pittsburgh, Jerusalem, Athen, Sao Paolo) international bekannt.
Chu The-Chu scheint ein neues Kapitel in der Kunst der Landschaftsmalerei, die er mit subtiler Poetik beseelt aufzuschlagen. Dieser virtuose Künstler, der von Kalligraphie und von der Stimmung des Orients inspiriert wird, schafft ein bedeutendes graphisches Werk, macht Zeichnungen, Keramiken, malt großformatig, Dypticha, Trypticha und kreiert dabei immer einen ihm eigenen Stil zwischen Poetik und Malerei. 1987 organisiert das Taipeh National Museum eine große Retrospektive seiner Werke; Zum ersten Mal kehrt er zurück in die ferne Heimat. 1997 wird er zum Mitglied der Akademie der Schönen Künste des „Institut de France“ gewählt. Anlässlich der „Année de la Chine en France“ (2004) wurde er in nicht weniger als vier Ausstellungen gewürdigt.