Bernard Buffet wurde 1928 in Paris geboren. Mit nicht einmal sechzehn Jahren nimmt er an einem von der Stadt Paris angebotenen Zeichenkurs teil. Zwei Jahre lang studiert er an der „Ècole des Beaux-Arts“ in Paris, dann fühlt er sich an niemanden mehr gebunden. Zum ersten Mal stellt er 1946, anlässlich einer Gruppenausstellung, Werke aus. Er macht bei dem „Herbstsalon“, dem „Salon des Artistes Indépendants“ und dem „Salon des Peintres témoins de leur Temps“ mit. Sein Talent wird allmählich anerkannt.
1947 findet seine erste Einzelausstellung in Paris statt. Mit Lorjou, der ihn nach Kräften unterstützt, Rebeyrolle, Minaux und anderen gründet er die kurzlebige Gruppe „L’ homme témoin“ („Der Mensch als Zeuge“).
Sein Werk und sein Kunstwerk gewinnen an Bedeutung. Dann folgen die Ehrungen. Buffet rückt in den Fokus der Medien. Über internationale Gruppenausstellungen, in denen er vertreten wird, hinaus, stellen ihn alle westeuropäischen Hauptstädte aus, so dass man an ihm, als bedeutendsten Künstler der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, nicht vorbei kommt (Wird er nicht 1974 von der Zeitschrift „Connaissance des Arts“ nach Auswertung einer Meinungsumfrage zum Künstler der Nachkriegszeit überhaupt auserkoren?). Seiner ihm eigenen bildnerischen Umsetzung ordnet er die von ihm behandelten Themen unter. In der Malerei wie in der Graphik erkennen Publikum und Kritiker seinen sehr speziellen Stil sofort. Darauf baut sein riesiger Erfolg mit auf. Bernard Buffet hat die Künstlerwelt, um nichts zu verschleiern, nicht unbedingt überzeugt. Wo liegt jedoch die Wahrheit in der Kunst?