Alfred Kubin wurde 1877 in Litomerice, der heutigen tschechischen Republik, geboren. Schüchtern und einsam, verbringt er als Junge viel Zeit mit Zeichnen. 1887 stirbt plötzlich seine kranke Mutter. Der Anblick des Vaters, der vor Kummer fast wahnsinnig wird, wird ihn sein Leben lang prägen. Sein Vater wird gewalttätig, und der junge Mann kapselt sich noch mehr ab. Seine Zeichnungen werden krankhafter und erschreckender als Ausdruck seines Hasses der Welt gegenüber. Er studiert Kunst an der Kunst- und Gewerbeschule in Salzburg, Österreich, wird jedoch im folgenden Jahr von der Schule verwiesen. Zu dieser Zeit ist sein Leben ein einziger Scheiterhaufen. 1899 schreibt er sich an der Akademie der Schönen Künste in München ein, brach sein Studium jedoch sehr schnell ab. 1902 findet seine erste Ausstellung in Berlin statt. 1909 veröffentlicht Kubin das Buch « Die andere Seite » , von dem Hermann Hesse sagen wird, dass es sich hier um Werk von größter Bedeutung handelt, das Kafka, Jünger und die anderen Surrealisten beeinflussen wird. Nach kurzer Zugehörigkeit zu der « Neuen Künstlervereinigung München » (1909) gründet er zusammen mit Kandinsky, Franz Marc und Gabriele Münter die Gruppe des Blauen Reiters. Er begegnet Klee, der ihm hilft. Er studiert die Werke von Nietzsche und Schopenhauer, deren Vorstellungen ihn nachhaltig beeinflussen werden. Nachdem er sein Gesamtwerk dem Land Österreich überschrieben hat, stirbt er 1959 in seinem Schloß in Zwickledt (Österreich).
Literatur: « L’autre Coté », Alfred Kubin, Coll. Merveilleux, Ed. José Corti, Paris 2000
Hexen 1899 Zeichnung, nicht signiert, Feder in Tusche, mit dem Pinsel in Tusche und Braun laviert, teilweise gespritzt, links unter der Darstellung in Bleistift getitelt, und rechts datiert. Auf der Rückseite in Bleistift bezeichnt "K104-L4".
Unikat Ohne Dickes Velin Papier 24,1 x 18,4 cm 30,8 x 25,5 cm Reproduziert in "Alfred Kubin. Das zeichnerische Frühwerk bis 1904" n°13A Ein Riss am oberen Rand, weit von der Darstellung, sonst guter Zustand. Auf Anfrage
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